Merry Meet

Am Mittwoch den 23. September sind Tag und Nacht im Gleichgewicht bevor sich der Jahreskreis endgültig mit Herbstbeginn auf die dunkle Jahreshälfte weiter dreht. Mabon, nennen wir in der Wicca Tradition dieses Fest und es ist eigentlich ein heidnisches Erntedankfest. In den USA sagen manche „heidnisches Thanksgiving“ zu diesem Sabbat.

Derzeit geht so viel ab in der Welt und auch wenn gerade das ein Grund sein sollte das wir uns dafür bedanken, dass es uns hierzulande eigentlich noch ganz gut geht so ist das nicht überall so. An vielen Orten auf unserer geliebten Erde sorgt der Mensch selbst für Krieg, Spannungen, Zerstörung und Chaos, Leid und Schmerz. Und dass das Klima ändert, es immer noch viel zu trocken ist, nebst ungewöhnlichen Temperaturen, muss man ja eigentlich nicht mehr erwähnen.

Die Medien stürzen sich von einer Katastrophe, einer politischen Unruhe auf die Nächste und schnell geraten Menschen und Regionen in denen man immer noch ums Überleben kämpft in Vergessenheit weil die Sucht nach schlechten Nachrichten eine Krankheit geworden ist und sich diese besser verkaufen als die Guten.

Aber es ist immer noch eine schöne Welt in der wir hier leben.

Trotz aller Kriege, Naturkatastrophen, klimabedingter Umwälzungen und schlechter Nachrichten liegen immer noch Magie und Mystik in der Luft, webt sich der Zauber der Liebe ins Netz und es gibt so viele das Herz erfüllende Ereignisse die mehr Aufmerksamkeit verdient hätten. Und Menschen die sich einsetzen und vor Ort helfen oder mit guten Taten bewegen.

Wahre Heldinnen und Helden, eben. Auch die Natur ist immer noch geduldig und nährt uns, obwohl unsere Spezies nicht unbedingt liebevoll mit ihr umgeht.

Es wäre schön und der allgemeinen Stimmung sehr zuträglich wenn die (Social-) Medien und die Menschen sich mehr darauf fokussieren könnten, dankbarer zu werden, mehr die positiven Entwicklungen teilen und sich sich daran erfreuen würden. Und vor allem wenn Mensch an sich wieder mehr auch gute Nachrichten lesen und teilen würde anstatt sich von der Angstmache, aber auch von Internet-Trollen und Social-Media Dumpfbacken runterziehen (oder gar beeinflussen) zu lassen.

Aber wenn man mitbekommt wie sich inzwischen überall Rassismus, Homophobie, Unzufriedenheit, Internet-Hass und andere destruktive und lebensfeindliche Eigenschaften wieder vermehren, dann tut einem das Herz weh und es zeigt auf, dass die Gehirnwäsche Erfolg hat. KI, Social Media tragen inzwischen nicht unerheblich dazu bei. KI bei der Verdummung und Social Media bei der Polarisierung der Gesellschaft. Algorhythmen füttern uns mit Mist und polarisieren, des Geschäftes wegen (damit man recht lange auf der Plattform bleibt).

Und das in Zeiten in denen es eigentlich so wichtig wäre die Herausforderungen unserer Zeit gemeinsam konstruktiv anzupacken anstatt sich ablenken zu lassen und für das wirklich Wichtige (dazu gehören auch dazulernen und Praktizieren in dem Feld in dem man tätig ist oder für das man sich interessiert) keine Zeit mehr aufzuwenden. Der Alltag heute fühlt sich oft erschöpfender an als je zuvor und man fokussiert die Energie oft auf dass, das Energie zieht, anstatt auf das was einen weiterbringen würde.

Egal in welcher Schublade man steckt, wir sind alle Teil vom gleichen Schrank (um mal einen weniger esoterischen Vergleich zu machen). 

Mabon ist eigentlich ein Fest der Balance, des Gleichgewichtes und des Dankes für jene Gaben die uns das Leben ermöglichen. In Zeiten wie diesen im Gleichgewicht zu bleiben ist eine Herausforderung und erfordert mentale Disziplin sowie Vertrauen weil rundum schlechte Nachrichten auf uns einprasseln und auch die Gesellschaft oft schräge Töne anschlägt. Und es liegt an jedem Einzelnen von uns, sich nicht davon mitreissen zu lassen.

Wir danken der Fülle, andere sind dankbar dafür überhaupt am Leben zu sein.

Und diese Tatsache sollte uns bewusst sein und Mitgefühl fördern. Das heisst nicht ein schlechtes Gewissen zu haben weil es „uns“ doch recht gut geht, wir in den meisten Fällen heisses Wasser, Elektrizität und genug zu essen, ja sogar eigentlichen Luxus besitzen.

Aber dankbar dafür zu sein, dass es so ist, das Mutter Erde uns immer noch reich beschenkt und uns darüber im Klaren sein, dass dies keine Selbstverständlichkeit ist und auch unsere Ahnen und Vorfahren oft noch ganz anders lebten. Es auch uns jederzeit treffen könnte mit unerwarteten Herausforderungen. Und wenn man dann noch die – vielen unangenehme – Tatsache mit einbezieht, dass unser Wohlstand oft auf Kosten anderer geht, sollte uns das milder stimmen, mitfühlender und freundlicher.

Vor allem aber hilfsbereiter und verständnisvoller!

Mutter Erde liebt uns immer noch, wir sind ihre Kinder und aus ihr heraus geboren, aber als lebender Organismus ist auch sie Veränderungen unterworfen und wenn Mensch das Gleichgewicht zusätzlich empfindlich stört, dann hat das Konsequenzen unter denen er dann selber mit leiden darf und wird. Vor allem wenn wir als Spezies diese Veränderungen massgeblich beschleunigen und uns damit wertvoller Zeit berauben die wir für mögliche Lösungen zur Verfügung hätten. Eigentliche Unwichtigkeiten uns emotionalisieren während wirklich wichtige Dinge zu anstrengend scheinen.

Wir leben in einer spannenden Zeit und in einem Spannungsfeld dem auch wir uns nicht immer entziehen können. Wir lachen, weinen, sind voller Liebe und voller Wut. Manchmal auch voller Angst (die Wurzel aller Übel). Menschen eben. Aber wenn wir die Richtung nicht aus den Augen verlieren dann werden wir nach dem Gefühlschaos weiterhin tun was wir können um die Welt zu einem liebevolleren Ort zu machen. Und wenn das nicht klappt oder sein soll (man weiss ja nie), dann können wir uns am Ende der Reise zumindest in die Augen schauen.

Ein Jahreskreis-Fest wie Mabon macht uns dies wieder so schön bewusst wenn wir es zulassen. Licht zelebrieren, die heilende Seite der Dunkelheit ebenso. Dankbar sein für unsere Menschlichkeit, unsere Ecken und Kanten, überlegen was wir gelernt und verwirklicht haben und dann planen, was wir im nächsten Zyklus dann säen wollen. Liebe oder Angst? Licht oder Schatten? Und dafür Verantwortung übernehmen. Magie weben. Heilen. Und dabei in uns selbst beginnen, denn mit jedem Einzelnen von uns fängt die Veränderung an. Müssen wir dabei perfekt sein? Mitnichten. Werden wir dabei Fehler machen? Sicher. Aber so ist das eben und Hauptsache die Richtung stimmt.

Blessed Be und ein gesegnetes und herzliches Mabon sowie Fülle im Innen und Aussen

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Die Zwischenwelt, das kleine Hexenlädeli, fast im Herzen Luzerns, gibt es nun im Herbst seit bereits 25 Jahren.

Und wir selbst können es kaum glauben, dass die Zeit so schnell verging und verdanken das in erster Linie Euch, liebe Zwischenwelt-Kunden und Besucher, und dafür danken wir Euch, danke ich Euch von ganzem Herzen.

Wenn man bedenkt, dass uns seinerzeit niemand die Finanzierung ermöglichen wollte, weil „so ein Laden“ im katholischen Luzern höchstens zwei Jahre bestehen würde, dann ist ein Vierteljahrhundert (so klingt das fast episch) als Erfolg zu werten. Viele Menschen haben uns seinerzeit unter die Arme gegriffen, wenn es einmal knapp wurde, oder uns mit Rat unterstützt, und auch dafür ein dickes DANKE an alle die im Laufe dieser 25 Jahre immer zu uns hielten. Einige davon reisten inzwischen ins Sommerland, andere sind immer noch aktiv, wenn auch nicht immer als „offen“ lebende Hexen. Ohne Euch hätten wir es nie so lange geschafft.

Und ein dickes Danke ebenso, an alle die über die Jahrzehnte an unserem Crafting teilgenommen haben, Kurse besuchten (und besuchen) und somit enorm dazu beitragen, dass es den Laden noch geben darf. Denn die Hexenschule sowie die Kurse sind der finanzielle Herzschlag der Zwischenwelt. Und Eure Empfehlungen und Feedbacks die (bis auf wenige Ausnahmen die es immer geben wird) meist hervorragend sind und für eine gute Mundpropaganda sorgen, tragen eine Menge dazu bei.

Freundschaften wurden über die Jahre geschlossen, Kreise gebildet und Menschen fanden zueinander. 

Natürlich veränderte sich in auch in diesem Bereich, im Laufe der Jahre einiges, denn als wir begannen gab es beispielsweise noch nicht so viele Möglichkeiten im Kommunikationsbereich (wie „Social Media“, was Licht und Schatten ist, und viele heute im Zeitmanagement herausfordert) und statt Messenger-Gruppen gab es ein eigenes Gruppenforum bei Yahoo zum Austausch. Aber gleichwohl kann nichts persönliche Begegnungen und „echte“ soziale Interaktionen ersetzen. Und das macht „Crafting“ in der Zwischenwelt nach wie vor zu etwas Besonderem. Weshalb wir übrigens bis auf Weiteres auch nicht online unterrichten wollen, denn gerade heutzutage sind persönliche Kontakte wertvoller denn je.

Aber zurück zum Laden selbst, denn wie cool ist es, dass manchmal junge Menschen hier vorbeischauen und sagen, dass sie schon vor vielen Jahren mit ihren Eltern hier waren und sich an uns erinnern. Oder Menschen, die vor Jahren schon Kunden waren, nach wie vor bei uns einkaufen, oder zu einem Besuch vorbeischauen. Okay, das lässt einen manchmal „alt“ fühlen :), ist aber gleichwohl ein wahnsinnig schönes Gefühl und Kompliment.

Klar, man könnte immer noch einiges besser machen (zum Beispiel unseren Online-Shop zum Beispiel wieder aufbauen und mehr Workshops ansetzen), aber als Einzelfirma hat man eben gleichwohl nur ein begrenztes Energie- und Zeit-Reservoir und da wir das Hexentum leben und deshalb lernten auch auf uns selbst zu achten, muss man gelegentlich Abstriche machen.

Und es geht doch nichts darüber, vor Ort in Bücher, Orakel, Räucherwerk etc. hineinzuschnuppern und sich persönlich beraten zu lassen (wie auch das Kundenfeedback bestätigt).

Und damit beenden wir diesen Newsletter mit einem Dank an Euch alle, die Wesen der Anderswelten, die uns zur Seite stehen, und – besonders zu Mabon – auch Mutter Erde und ihren Früchten, die uns das Leben in dieser Welt ermöglichen.

DANKE und BRIGHT BLESSINGS

PS: wer Rechtschreib- oder Formfehler in diesem Newsletter findet: Gratulation zum scharfen Auge :). Bild oben mit KI erstellt