Der Dreamdancer – Zur Person

20150820_160059

Ich bin eine progressive männliche Hexe und 1966 geboren. Warum nicht Hexenmeister, Magier, oder Hexerich? Weil es für mich einfach so stimmt. Hexe ist geschlechtsneutral. Es beschreibt einen Weg. Einen magischen Lebensstil und Lehrweg.

Es gibt viele Pfade im Bereich der Spiritualität. Wicca ist der von mir erwählte. Oder soll ich schreiben, der Weg der mich wählte? Nun, es ist letztlich nicht wichtig, aber die Welt der Magie, des Schamanismus und der Naturreligionen ist in jedem Fall die in der ich mich bewege. Die Welt die schon nach mir rief als ich noch im Kindesalter war. Bis ich dem Ruf und meinem Herzen vollumfänglich folgte, sollte allerdings noch etwas Zeit vergehen.

Ich wurde individuell aber auch im Coven in Wicca initiiert und verbrachte lehrreiche, magische Jahre im “Circle of the Enchanted Forest” der sich allerdings Samhain vor einigen Jahren trennte. Seither bewege ich mich als “Solitary Eclectic Wicca” durch die Welten entferne mich doch auch hier zunehmend vom Begriff und würde mich inzwischen am ehesten als “freie Hexe” bezeichnen, die logischerweise noch stark von modernem Wicca geprägt ist.

Dogmen haben für mich wichtigen Lehrwert als Säulen einer Ausbildung, aber der Sinn jeder spirituellen Lehre sollte letztlich die Befreiung von ihnen als Kern haben und sie nutzen um diese Freiheit zu erlangen. Auf meinem Pfad flossen viele Philosophien in mein Wicca ein: besonders die der Feri-Tradition und jene des Universal Wicca, welches sich an fünf Grundsätzen orientiert denen auch ich folge:


    • Der Kernsatz der Wiccan Rede: “Tu was Du willst, aber schade niemandem” als philosophische Grundlage
    • Die Lehre von Ursache und Wirkung die sich im “Gesetz der Drei” spiegelt “Alles was man aussendet kehrt zu einem zurück”
    • Selbstverantwortung
    • Stete Weiterentwicklung
    • Stetes Einstimmen mit den Kräften mit denen man arbeitet durch Gebet, Meditation, Trance aber auch und vor allem durch bewusstes Leben und Erfahren in all seinen Aspekten

Für mich existiert als göttliche Quelle das Universum, die kosmische Göttin, und wir schaffen und erschaffen uns innerhalb dieser verbindenden Essenz, aus ihr heraus, immer wieder. Sind Teil der grossen und unendlichen Kraft und existieren innerhalb von ihr als individuelle Wesen.

Auch wenn ich auf den “alten Pfad” berufen wurde, so war es doch meine freie Entscheidung diesem Ruf zu folgen und das grosse Ganze über Göttin und Gott in ihren verschiedenen Facetten zu erfahren. Dabei sind diese Kräfte so real und individuell wie Du und Ich aber ebenso in allem und jedem am Wirken. Deshalb ist auch mein Götterbild nicht an alte Formen und Darstellungen gebunden. Die Göttin der Liebe und der Gott der Ekstase sind zum Beispiel auf einer Techno-Rave ebenso zu finden wie auf einem Mittelalterfest.

Stark beeindruckte und prägte mich übrigens auf meinem Lehrpfad der verstorbene Autor Scott Cunningham, der zu einem der Begründer des modernen Wiccas wurde und der in seiner Arbeit die Weichen für Solitarys – allein Praktizierende – stellte.

Wie oben erwähnt war ich Mitglied eines wunderbaren Zirkels in welchen ich initiierte und in dem ich die Priesterschaft in der Naturreligion annahm. In dem ich starke Erfahrungen machte und der mir im Laufe der Zeit des öfteren bewiesen hat, wie stark die Magie in einer Gruppe fliessen kann. Keiner war dort mehr oder weniger Wert als der/die Andere. Ich liebe meine ehemalige magische Familie und danke den Göttern, das wir uns kennenlernen durften. Es war eine fantastische Zeit der (Selbst-)Erfahrung in deren Verlauf ich lernen durfte, dass die Reise in die Anderswelt gemeinsam noch viel intensiver sein kann, magische Arbeit im Kreis einfach eine geniale Dynamik entwickelt und das wir oft in Konflikten ganz besonders wachsen, wenn wir bewusst sind und den Lernprozess nicht scheuen…

Mit dem Laden  habe ich mir einen Kindheitstraum erfüllt und ich bin stolz darauf, dass die Zwischenwelt ein Treffpunkt für viele Menschen geworden ist, die den alten Pfad in einer modernen Welt wandern. Nicht nur verkaufe ich dort Artikel wie Räucherwerk, Amulette, magische Öle, Essenzen, eine riesige Auswahl an Tarotkarten und vieles mehr, ich führe auch Workshops, Events, Kartenberatungen und auch eine einjährige “Hexenschule” durch. Bei Tee und Gebäck hat sich in der Zwischenwelt schon so manche, spontane Diskussionsrunde eingefunden und Freundschaft geschlossen.

Besonders schön ist die Tatsache, dass die Leute bei einem Besuch rasch merken, dass man mit den Themen “Hexentum und Magie” auch einen sehr bodenständigen, modernen und freudvollen Umgang pflegen kann, der die Tiefe des Themas in keiner Weise herabwürdigt und in welcher der Respekt vor den Kräften in jeder Hinsicht gewahrt bleibt. Das Hexentum ist ein freudvoller Weg. Und ein freudvoller Weg drückt sich in freudvoller Magie aus. Oder wie heisst es so schön in Wicca: “Alle Akte der Liebe und der Leidenschaft sind ihre Rituale”

So wie auch ich mich stets verändere und weiterentwickle, so steht auch die Zwischenwelt als Laden zwischen Tradition und den Erkenntnissen unserer Zeit.

Merry Meet