Der Zauber der Eostre

Heute, am 20.März 2017, sind Tag und Nacht im Gleichgewicht und die Zeit ist der Göttin Eostre gewidmet, einer germanischen Frühlingsgöttin die als Ostara nicht nur den Namen der Spring Equinox prägte, sondern die sich auch für den Begriff “Ostern” (das dieses Jahr etwas spät nachfolgt) verantwortlich zeigt und damit den heidnischen Ursprung im christlichen Fest nachhallen lässt.

Gleichgewicht ist heutzutage ein wichtiges Thema, denn dieses scheint auf mehreren Ebenen etwas in die Schieflage geraten zu sein. Kein Wunder fühlen sich viele Menschen  im Augenblick etwas aus der Balance geraten. Politisch rutschen manche Länder ins Extreme und das die Umwelt unter den Handlungen unserer Spezies zu leiden hat, ist ebenso kein Geheimnis (sehr wohl aber ein Aspekt der von vielen Menschen gerne verdrängt wird, da man sonst selbstverantwortlich an der Änderung mitarbeiten müsste).

Im Gleichgewicht zu sein heisst mit den Schräglagen des Lebens besser und kraftvoll umgehen zu können. Sich von ihnen nicht ins Straucheln bringen zu lassen und aus der inneren Mitte heraus zu handeln, Entscheidungen zu treffen, nicht zu sehr in “Licht und Liebe” zu schweben und unkritisch alles als “gut” zu betrachten, aber auch nicht unreflektiert die schwarze Brille aufzusetzen und all der Negativität auf den Leim zu gehen, die derzeit so breit gestreut wird.

Ein Gleichgewicht zwischen Bauch und Kopf in dessen Herzensmitte ein Leuchten entsteht das die Kraft zum notwendigen Handeln schenkt, da man im Vertrauen lebt und seine Aspekte im Einklang hat. Dafür jedoch sind wir zu einem grossen Teil selbst verantwortlich und diese Verantwortung an andere Menschen oder Ereignisse abzugeben, ihnen sozusagen die Macht zu geben uns aus dem Gleichgewicht zu bringen ist eine einfache Lösung die jedoch, spirituell und entwicklungstechnisch gesehen, böse Konsequenzen haben kann.

Das bringt uns zu Eostre/Ostara die symbolisch an diesem Tag des Gleichgewichts über die Erde und in unsere Herzen tanzt.

Ihr Versprechen des Frühlings, der Wiederkehr, der Erneuerung ist ein Versprechen des Lichtes in dunklen Phasen. Heute stoppt noch einmal alles in Balance bevor die Tage endgültig ihrem Höhepunkt im Juni entgegen streben. Eine Balance die es braucht um das Licht auch in uns kraftvoll am leuchten zu halten, das innere Feuer kontrolliert und wärmend mit der richtigen “Nahrung” brennen zu lassen.

Und dieses Einhalten in der Mitte, dieses Durchatmen, es lässt das Leben leichter werden. Selbst dann, wenn seine Herausforderungen nicht weniger werden.

Der Zauber der Eostre liegt in ihrem Symbolismus der lichten Kräfte. Dort wo sie die Erde und unsere Herzen berührt kommen die Dinge in Fluss, steigen die Säfte empor, Frühlingsgefühle erwachen, Farben beginnen im Sonnenschein zu leuchten und vieles erscheint uns leichter.

In der Wicca Tradition flirtet die junge Göttin nun mit dem jungen Gott. Sie necken sich, erkunden ihre Gefühle und das zunehmende erotische Knistern das die Luft zum vibrieren bringt, haben Freude, und diese Unbeschwertheit reflektiert sich im erwachenden Wesen von Tier und Mensch. Gibt es deshalb keine Schatten mehr? Mitnichten. Doch wer sich mit Göttin und Gott, mit Eostre auf ihren heilenden Tanz einlässt und die scheinbaren Wichtigkeiten unseres, letztlich von uns erschaffenen, Zeitgeistes etwas unbeschwerter angeht, der wird auch mit den Schatten tanzen und ihnen somit den Schrecken nehmen.

Ein Flirt mit dem Leben nach einer dunklen Zeit.

So ist es gut sich dieser Tage wieder einmal Gedanken darüber zu machen, was man selbst zum eigenen Gleichgewicht beiträgt. Wo gibt man zu viel. Wo zu wenig. Wo holt man sich etwas mehr Lebensqualität?

Meditierst Du regelmässig?
Achtest Du auf Deinen Atem? (der Frühling gilt als jene Jahreszeit die man dem Element Luft zuordnet)
Findest Du Zeit zum tanzen?

Wenn nicht, dann setze Dir heute Abend oder an den nächsten möglichen die Kopfhörer auf und tanze zu Deinem Lieblings-Sound (etwas das man auch so öfters zelebrieren sollte). Oder hole Deine Trommel hervor und schlage den Rhythmus passend zum Herzschlag der Frühlingsgötter. Liebe, Lache, Erwache aus der Lethargie die der Winter als Jahreszeit oder als mentaler Zustand verkörpert hat.

Und wenn es Dir aus physischen oder psychischen Gründen schwer fällt, dann fasse Pläne an einer Besserung zu arbeiten und scheue Dich dabei nicht Hilfe anzunehmen. Wichtig ist, sein eigenes Licht so zu hüten und zu ehren, wie Eostre das Licht und das Leben in der Welt herbeitanzt.

Vergiss dabei die Dankbarkeit gegenüber der Erde nicht, die uns immer noch nährt, die so viel Leben schenkt und deren stete Erneuerung diesen Kreislauf immer wieder aufs Neues in Schwung hält. Danket den Pflanzen, Bäumen, den Blumen, der Vegetation an sich und all dem diversen Leben das diese ermöglicht. Dem Licht der Sonne, dem Glanz des Mondes, dem Wasser, der Luft und dem göttlichen Geist der alles durchfliesst.

Bright Blessings, viel Gleichgewicht und Licht auf Euren Pfaden

Happy Ostara

Dreamdancer 03/2017

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Da auch moderne Hexen manchmal ein wenig Zeit brauchen um sich zu “Gleichgewichten” bleibt die Zwischenwelt zur Wochenmitte am Mittwoch den 22.3. geschlossen.  Dienstag ist normal geöffnet und dann von Donnerstag bis Samstag natürlich ebenso.

PS: wer Form, Wiederholungs- oder Rechtschreibfehler findet der darf sie übrigens gerne als Geschenk behalten 😀 

 

 

 

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