Blessed Mabon -gesegnete Tag- und Nachtgleiche

herbsttagundnacht
Merry Meet

Astrologisch ist es morgen so weit: Tag- und Nacht befinden sich noch einmal im Gleichgewicht bevor wir endgültig in Richtung dunkler Jahreszeit und somit Winter düsen.

Mabon – benannt nach einem keltischen Gott- ist das zweite von drei Erntedankfesten und so steht morgen auch einmal mehr das Thema “Dankbarkeit” im Zentrum.

Dankbarkeit ist enorm wichtig in einer Zeit der permanenten Unzufriedenheit und Selbstverständlichkeiten, mit denen unsere westliche Kultur derzeit zu schaffen hat und die das kollektive Bewusstsein und den Zeitgeist doch auch ziemlich prägt. Und an dem wir durchaus einmal mehr darüber nachdenken könnten und sollten, wie wunderbar es ist das wir überhaupt den Luxus haben, darüber nachdenken zu dürfen.

Denn Andernorts sind Menschen viel zu sehr mit Überleben beschäftigt um sich damit auseinandersetzen zu können und dankbar für jede Geste der Menschlichkeit und des Mitgefühls. Dankbar für Trinkwasser und Nahrung. Somit wird die philosophische Auseinandersetzung mit dem Thema tatsächlich zu einem Privileg.

Der “hexische” Erntedank beschäftigt sich nicht nur mit dem Dank an die grosse Erdenmutter und ihre vielfältigen Früchte die uns das Leben schenken und erhalten sowie dem Dank an die Wasser des Lebens selbst die uns nähren.
Wasser, dass als Blut der Grossen Göttin auch als unser Blut durch unsere Körper zirkuliert.

Nein, der Dank kann, darf und soll umfassend ausfallen.

Die Verbündeten in der Anderswelt mit einschliessen, unsere Freunde, Familien, ja auch uns selbst denn jedes mal wenn wir eine Herausforderung bewältigen oder mit einer Situation im Gleichgewicht sind, dann dürfen wir uns ehren und uns danken. Nicht als egoistischer Akt, sondern als Akt der Liebe und des Mitgefühls mit und an uns selbst. Als Dank an das Ego das uns ausmacht und im Netz der unendlichen Verbundenheit und Möglichkeiten Individualität schenkt.

Und wenn hier die Mitte gefunden ist, wir bewusst sind, dann werden wir auch klar und kraftvoll frei in den Kreislauf eingebunden sein.

Dankbarkeit ist ein wichtiger Schlüssel zum Glück und zur Zufriedenheit. Und liebevoll Bilanz zu ziehen über das Erreichte, aber auch die Fehlschläge, soll uns ermutigen als Mensch in Licht und Schatten, mit ehrenhaften Zielen und nach bestem Wissen und Gewissen weiter voran zu schreiten und dennoch jeden Moment im Jetzt zu geniessen, zu leben und von ihm zu lernen.

Das Gesetz von Ursache und Wirkung – “Alles das Du aussendest kehrt dreifach wieder zu Dir zurück” – lässt uns bedachter denken und handeln und uns im Innen Verantwortung übernehmen anstatt im Aussen verantwortlich zu machen.

Mabon.
Erntedank.

Ein Fest des Weins mit dem denn auch oft gefeiert und angestossen wird. Gelegentlich auch in Form von unvergorenem Traubensaft, für jene die Alkohol nicht so gerne mögen. Getreide, Brot, Äpfel, Nüsse, Kürbisse (auch schon vor Samhain) finden Platz in den Schalen und Tellern und jeder Schluck, jeder Bissen mit Dank ist ein Geschenk an die Götter.

Doch letztlich ist es nicht so wichtig womit man dankt. Was zählt ist der Akt der Dankbarkeit an sich sowie die Aufmerksamkeit die bewusst in die richtige Richtung gelenkt wird.

Da der Aspekt der Balance nicht zu vernachlässigen ist, könnte man die Dankbarkeit durchaus mit einer Meditation verbinden die – am besten in freier Natur – durchaus auch in den Innenwelten stattfinden darf.

Und mehrmals täglich innehalten, durchatmen, sich spüren, und dankbar sein für die Wunder des Lebens und das Abenteuer das mit ihm verbunden ist, kann kraftvoller sein als ein grosses Ritual dem man “nur” beiwohnt. Dabei ist es kein Geheimnis, dass diese täglichen Akte der Dankbarkeit auf lange Sicht markante Veränderungen in uns und unserem Umfeld und Erleben bewirken können. Und das ist doch ein gutes Argument dafür. Oder? 🙂

Das Segnen von Speis und Trank als tägliche Geste der Dankbarkeit und zum realisieren der Fülle in der wir hier leben dürfen ist ebenso ein heiliger Akt der die Herzen der Göttinnen und Götter erfreut und der das kollektive Bewusstsein nachhaltig mit beeinflusst.

Übrigens bin ich persönlich dankbar dafür, dass die Zwischenwelt im Oktober bereits 15 Jahre lang ein Teil der Community sein darf und jedem der bei uns einkauft, uns empfiehlt, der einen Kurs besucht(e) oder eine Beratung in Anspruch nahm und nimmt, allen Leserinnen und Lesern, Facebook Followern, Google surfern, twitterern und und und (allen die unsere Aktivitäten verfolgen und hoffentlich Freude daran haben 🙂 )….  ein ganz besonders dickes

DANKE…

Dazu aber schon bald mehr 🙂

Ich möchte diesen Beitrag mit einem Auszug/Gebet aus Scott Cunninghams “Wicca – Einführung in die weisse Magie” beenden und Euch noch einmal dankbar eine harmonische Tag- und Nachtgleiche wünschen.

Die Blätter fallen, die Tage werden kälter.
Die Göttin zieht ihren Erdmantel enger, während du,
grosser Sonnengott,
in kalte Nacht gewandet nach Westen segelst,
ins Land der ewigen Verzauberung,
Früchte reifen, Samen fallen,
Tag und Nacht teilen sich die Stunden.
Eisige Winde kommen von Norden
aus dem Land der heulenden Klagen.
Die Natur scheint ihre Kraft zu verlieren,
doch ich,
oh segensreiche Göttin,
weiss, dass das Leben nicht stirbt.
Kein Frühling ohne zweite Ernte,
kein Leben ohne Tod.
Gesegnet seist Du, gefallener Gott,
auf deiner Reise ins Winterland
und in die liebende Umarmung der Göttin

Oh segensreiche Göttin, Botin der Fruchtbarkeit,
ich habe gesät und geerntet, die Früchte meiner Taten
der guten wie der schlechten.
Gib mir den Mut, die Samen für Freude und Liebe zu pflanzen
für das kommende Jahr und Hass und Elend zu vertreiben.
Lehre mich das Geheimnis, weise zu leben auf dieser Welt.
Oh Lichtgestalt der Nacht!
(Scott Cunningham, 1956-1993)

herbsttagundnachtgleiche

 

Blessed Mabon – Blessed Autumn Equinox

Dreamdancer

PS: Wer Fehler im Text findet, der darf sie gerne behalten…. 😉

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