Das Lied der Göttin

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Das Buch von Andrea Friedmann führte beim Autoren dieser Zeilen zu zwiespältigen Gefühlen, denn auf den ersten Blick mutet es wie eines jener sich massenhaft auf dem Markt befindlichen Channelbücher an, die oft eine Überdosis an “Licht und Liebe” verbreiten und die sich in vielen Fällen eher durch Bewusstseinsfilter  und Wunschdenken der Autoren und Autorinnen “auszeichnen”.  Doch “Das Lied der Göttin” so abzuurteilen würde dem Werk nicht gerecht werden und so zahlt sich ein Blick in dieses gechannelte Werk durchaus aus, denn in den Texten und Gebeten offenbart sich eine zeitlose Schönheit die doch um einige Facetten grosszügiger ist, als manch anderes, ähnlich gelagertes Buch. Die schamanisch praktizierende Heilerin aus dem Ennstal, Andrea Friedmann, bleibt zwischen den Zeilen immer schön bodenständig und das Lied der Göttin ist eine Ode an die weibliche Kraft und die Ganzheit. Es ist ein “Ja zum Leben” in Licht und Schatten und ein Aufruf zu gelebter Alltagsspiritualtät. Die langen Verse können vereinzelt wie Gebete gelesen werden, und Gebete an und mit der Göttin eröffnen diesen Buchstabentanz auch,  den die Autorin zu Papier brachte. Maiden, Mother und Crone geben den Ton an, einen Ton der Selbstannahme, der Liebe und der Vergebung. Nicht immer stilsicher, aber über weite Strecken wunderschön!