Stefan Wiesners “Avantgardistische Naturküche” – ein etwas anderes Hexenkochbuch

avantgardistische naturkueche

Stefan Wiesner wird auch der Hexer und Gastrosoph aus dem Entlebuch genannt. In seinem Gasthof Rössli in Eschholzmatt zaubert er hervorragende und äusserst spezielle Kreationen bei denen so ziemlich alle geniessbaren Hölzer, Harze und ähnliches einen Platz in seinem Hexenkessel finden um die Geschmacksnerven und Sinne rundum zu betören. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn der kulinarische Alchemist kocht mit seinen Menüs sogar Parfums nach oder setzt ein Thema umfassend in der Küche um. So etwas muss man erlebt haben und es erfordert ein wahnsinniges Gespür und einen sensiblen Feinsinn…

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Sein erstes Buch “Gold, Holz, Stein” zählt auch heute noch zu jenen wunderbaren Werken, die über lange Zeit hinweg inspirieren und zum experimentieren anregen, denn so ein Kochbuch wie dieses findet man nicht alle Tage. Nun ist sein neues Buch “Avantgardistische Naturküche” im Handel und in moderner Aufmachung finden sich Kreationen für Auge und Gaumen, in Hülle und Fülle und wie bereits im ersten Buch erhält man auch hier nebenbei einen Einblick in Stephans Leben, Philosophie und Wirken. Des weiteren stellt er zwischendurch immer Menschen vor, die ihn in irgendeiner Weise inspiriert haben oder die für seine grossartigen Zutaten mit verantwortlich sind. Wie Förster Peter, zum Beispiel, der ihn mit heimischen Hölzern versorgt.

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Und nun kommt ein grosser Dank an ihn denn auch die Zwischenwelt und meine Wenigkeit sind in “Avantgardistische Naturküche” verewigt worden, denn laut eigener Aussage wurde Stefan von der Zwischenwelt zu einem Gericht Namens “Cernunnos” inspiriert. Jenem Gott des Waldes der auch bei meiner Initiation eine grosse Rolle spielte.

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Deshalb ist es eine grosse Ehre in seinem wirklich grossartigen, und wunderschön aufgemachten neuen Buch einen Platz bekommen zu haben, denn ich persönlich war von Stefan Wiesner und seiner sympathischen Famile schon sehr beeindruckt, da ich seine Art mit der Natur zu kommunizieren und dann aus diesen Informationen etwas spezielles für Leib und Wohl sowie alle Sinne zu kreieren, tatsächlich völlig “zwischenweltlich” und somit “hexisch” finde.  Seine”gspürige” Art und diese ungewöhnlichen kreativen Kräfte lassen verstehen, warum er so bekannt wurde und das “Rössli” über die Grenzen hinaus ein Begriff ist. Und was kommt einem Hexenkessel näher als ein Kochtopf 😉 ?

Ein tolles Buch, eine wunderbare Inspiration und auch wenn man es mit dem Kochen nicht so sehr hat, wie ich zum Beispiel, so lassen einen die Gerichte staunen und überlegen, ob man es nicht vielleicht doch einmal versuchen sollte.

Danke!